Über mich

Thomas Rehder, Serienunternehmer und Business Angel. Unternehmensgründungen (in Klammern Verkäufe): directnews AG (Merger mit hugin ASA, dann Verkauf an Euronext), MACup Verlag (MACup, PAGE, Screen Multimedia, Computerfoto – an Süddeutscher Verlag), Blue C. Verlag (DesignReport – an FAZ-Gruppe), Umbruch Werbeagentur (MBO, später an Wensauer/DDB), und weitere mit zusammen über 200 Beschäftigten. Know-how-Schwerpunkte: M&A, Marketing, Neue Medien, strategische Unternehmensentwicklung.

8 Kommentare Add your own

  • 1. Peter Ponnath  |  15. April 2009 um 12:09

    Hallo,

    is ja doll, was Sie so alles wissen und machen! Allerdings muß ich zu ihrem Thema „Videoproducer – Selbstausbeutung…“ anmerken: Die Tätigkeit bestimmt im Tarifrecht die Besoldung und nicht die selbsterfundene Berufsbezeichnung oder die Qualität der Bilder. Defacto sind Ihre „Videoproducer“ Kameramänner und Redakteur in einer Person. Damit unterliegen sie auch den offiziellen Honorarsätzen. Gut, daß es in Deutschland Gewerkschaften und Verbände gibt, denen kann man Leute wie Sie melden. In der Szene setzt dazu gerade ein breiter Meinungsbildungsprozess ein. Dann können Sie demsnächst wieder eine andere Firma in einem anderen, Ihnen unbekannten Gebiet aufmachen! Wie offenbar schon so oft!

    Herzliche Grüße von einem richtigen Filmproduzenten,

    Ihr

    Peter Ponnath

  • 2. videowerber  |  15. April 2009 um 13:21

    Hallo Herr Ponnath,

    gut, dass Sie eine kontroverse Position beziehen. Das hilft, unterschiedliche Seiten dieser Medaille zu beleuchten.

    Wie Sie zurecht bemerken, habe ich schon eine Vielzahl von Unternehmen geführt – manche mit Tarifbindung und Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden, manche mit Betriebsrat, manche weder mit dem einen noch dem anderen. Wichtig war in allen Unternehmen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und – auch aus Sicht der Kollegen – eine gewisse Gerechtigkeit der Vergütung. Dies ist auch bei SightseekerMedien gegeben.

    Doch neue Technologien und neue Workflows ändern Branchen. Das war bei den klassischen Schriftsetzern so, die erst durch eine Heerschar von Grafikdesignern (und Buchautoren, die ferig layoutete Bücher ablieferten) verdrängt und später durch das modernere Berufsbild „Mediendesigner“ abgelöst wurden. Und das wird auch ein Stückweit im Bereich der Filmproduktion passieren – auch wenn heute noch niemand weiß, welches Berufsbild (und welche angemessene Vergütung) am Ende stehen wird. Und welche Unternehmen in einem Umfeld mit ganz anderen Wertschöpfungsketten Bestand haben werden.

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mit einem branchenfremden Blickwinkel in neue Arbeitsgebiete einzutauchen. Deshalb habe ich Fachzeitschriften herausgegeben, die in Textgestaltung und Layout eben keine „klassischen“ Fachzeitschriften waren. Oder PR-Arbeit um europaweite und nicht-print-orientierte Services ergänzt. Und auch unsere Erfolge bei SightseekerMedien, insbesondere in der Ansprache von Verlagen und Portalen, verdanken wir Ansätzen, die halt nicht der klassischen Produktionsdenke entspringen. Ist das richtig? Oder falsch?

    Lesen Sie doch mal ein wenig: z.B. „Alles, außer gewöhnlich“ von Anja Förster und Peter Kreuz. Vielleicht ist Ihnen manches zu platt – aber es beschreibt ganz gut, was ich seit Jahren und mit Freude mache.

    Herzliche Grüße

    Thomas Rehder

  • 3. Thomas Steuer  |  9. Mai 2009 um 16:28

    Aber hallo, das war ja dann wohl ein Volltreffer. Getroffene Hunde bellen eben.

    Und Ausbeutung kann man sicherlich wortreich schönreden und innovativ deuten. Aber es bleibt Ausbeutung.

    Rechtfertigungen zeigen die eigenen Grenzen. Da nutzen auch Hinweise auf Bücher von den Bestsellerlisten rein gar nix.

  • 4. Gisbert Kolpen  |  13. August 2009 um 10:20

    Hallo Herr Rehder,

    wieso ist das hier eigentlich kein Video-Blog?😉

    Gruß
    Gisbert Kolpen

  • 5. videowerber  |  13. August 2009 um 14:22

    Hallo Herr Kolpen,

    sie haben völlig Recht und wir – zumindest gelegentliche – Videostatements auch geplant. Das dem noch nicht so ist, liegt i.ws. an zwei Gründen: Erstens wird der Blog im laufenden Quartal ein wenig umgebaut und url-mäßig umziehen. Und zweitens schreib ich die Beiträge meist spontan zwischen spät und abends – da mag ich die Producer-Kollegen nicht aus dem Bett holen😉

    Viele Grüße

    Thomas Rehder

  • 6. milko jean murat  |  15. September 2009 um 22:31

    Sehr geehrter Herr Rehder,

    Seriösität vermittelt Ihr Auftritt leider nicht unbedingt. Hintergundwerbung mit dem Hinweis auf Multiunternehmen und 100ten von Mitarbeitern suggeriert vielmehr den Wunsch nach schnellem Geld.
    Da Sie insbesondere Einzelunternehmen ansprechen, wäre Bodenständigkeit der glaubwürdigere Weg.

    Ich wünsche Ihnen dennoch viel Erfolg.

  • 7. videowerber  |  15. September 2009 um 23:36

    Hallo Herr Murat,

    vielen Dank zunächst für Ihre guten Wünsche – und selbstverständlich auch für Ihre konstruktive Kritik!

    Ich gebe gern zu, dass einige meiner Unternehmensgründungen recht erfolgreich waren. Doch habe ich nie ein Unternehmen wegen möglicher Renditen gegründet, sondern immer wegen der inhaltlichen Herausforderung. Und bin auch gern bereit, mein persönliches Vermögen vorbehaltlos in eine Aktivität zu investieren, an die ich glaube und die ich verwirklichen möchte – dies auch schon oft bis an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit.

    Wenn dies bei Ihnen den Eindruck der Unseriosität erweckt, bedaure ich dies. Vielleicht ist es einfach eine andere Herangehensweise als die des regional und vielleicht auch branchenmäßig verwurzelten Unternehmers. Aber ist es schlecht, eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen zu haben? Ist es problemetisch, ein Unternehmen zur verkaufen, dass sich nach einer dynamischen Wachstumsphase in anderen Händen besser entwickeln kann?

    Ich stehe dazu. Ich investiere in ein Unternehmen wie meine Betonmöbelfirma Betoniu über 250 T€, obwohl es mehr als zweifelhaft ist, dass ich darauf je eine adäquate Rendite erziele – weil mich die Sache interessiert. Und wenn ein Unternehem auf eigenen Füßen stehen kann oder in einem andern Zusammenhang bessere Perspektiven hat, verkaufe ich es. Vielleicht ist dies nicht „bodenständig“ – aber unseriös ist dies gewiss auch nicht. Schade, wenn ich diesen Eindruck erwecken sollte – schön, wenn diese Erläuterungen meinen Standpunkt besser vermitteln konnten.

  • 8. milko jean murat  |  12. Oktober 2009 um 23:20

    Hallo Herr Rehder,

    zugegeben:Ihre Antwort auf meine Mail hat mich beeindruckt.
    Was mir an Ihnen gefällt ist, das Sie sich offensichtlich von Ihrem Weg nicht abbringen lassen. Das zeichnet einen Unternehmer in der Tat aus.
    In puncto WebVideos glaube ich im Übrigen, dass Sie auch da das richtige Gespür haben. Vielleicht haben Sie Zeit und Muße mit mir diesbezüglich in den konkreteren Dialog zu treten.
    Viele Grüsse
    M.J. Murat

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