Das Los des Trendsetters: kopiert zu werden

6. Mai 2009 at 23:55 3 Kommentare

Als Geschäftsführer von SightseekerMedien frage ich mich: Soll ich mich über Nachahmer und Kopisten freuen oder ärgern?

Ich erinnere mich gut an die langen Nächte vor rund einem Jahr, als wir bei SightseekerMedien fast rund um die Uhr durchs Web surften. Wir wollten herausfinden, wie sich andere Videoproduktionen präsentierten, wollten Wege finden, möglichst konkret, nachvollziehbar und transparent aufzutreten. Wir wollten eine Unternehmenswebsite veröffentlichen, die unseren Kunden nützt und auf diesem Wege Vertrauen schafft.

Wir fanden heraus, dass es (zumindest im deutschsprachigen Raum) kaum einen Anbieter gab, der Produkte zu Festpreisen anbot. Wir merkten, dass kaum ein Anbieter überhaupt in „Produkten“ dachte. Und wir hatten den Eindruck, dass viele lieber in mehr oder minder nebulösen Versprechen schwelgten, statt konkret zu sagen, was sie für Budget „x“ leisten wollten.

Heute gibt es mindestens ein Dutzend von Film- und Videoproduktionen, die Festpreisangebote, transparente Leistungsbeschreibungen und klare Produktdefinitionen in den Mittelpunkt ihrer Webpräsenzen gestellt haben. Das finden wir gut, denn so kann der Kunde vergleichen. Und wird vielleicht merken, dass der eine zwar billiger, aber nur in einer Region aktiv ist. Der andere verspricht schöne Qualität, deckt aber nur wenige Themenwelten ab. Und der Dritte stellt ein Riesennetzwerk von Produzenten in den Vordergrund – es fehlt aber die Qualitätsdefinition. Alles ist ok – der Kunde soll für seinen Bedarf auswählen und entscheiden. Und wenn dabei andere Anbieter als SightseekerMedien das Rennen machen, ist das ebenfalls ok: Sie haben offensichtlich die Aspekte auf den Punkt gebracht, die den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entsprechen.

Bitter wirds nur, wenn Leistungsversprechen oder Argumentationen quasi per „Cut and Paste“ in die jeweilige Website integriert werden. Erinnern Sie sich noch an meinen Blogbeitrag: „Klappe – Sie sind der Star! oder: Wie verhält man sich beim Videodreh?“? Vergleichen Sie ihn doch mal mit „So klappt es beim Videodreh: Zehn hilfreiche Tipps aus der Praxis“. Kennen Sie noch die HörZu-Rubrik „Original und Fälschung“? Dann suchen Sie doch mal bei beiden Beiträgen die Unterschiede!

Wir leben in einer jungen Branche – jedenfalls dann, wenn wir versuchen, kostengünstige Alternativen zur „etablierten“ Videoproduktion aufzuzeigen und die Produktion fürs „Web“ in den Mittelpunkt zu stellen. Und natürlich hat man da ein Auge auf Wettbewerber und Mitstreiter, auf Akteure und Nachahmer. Auch wir schauen regelmäßig, was beispielsweise die Kollegen von targa.tv, elios.tv, tiva.tv oder von newsonvideo so machen. Wir lassen uns anregen, versuchen zu lernen, uns abzugrenzen, besser zu machen. Fragen uns oft genug: Haben die Kollegen von XXXX jetzt auch die Anfrage über die 800 Autohändler? Was YYYYY wohl für die 200 Catwalk-Filme nehmen würde? Ob ZZZZZZ wohl jetzt auch im Healthcare-Bereich unterwegs ist – wenn ja: mit welchen Produkt und Leistungsversprechen?

All das ist normal. Alle vorgenannten Player stehen teils auf eigenen, teils auf gemeinsamen Spielplätzen. Und alle arbeiten gemeinsam an einem Markt, den sie – nicht einmal gemeinsam – werden abdecken können.

Aber wie war das nun mit den Kopisten – was tun die für den Markt? Entscheiden Sie selbst. Lassen Sie sich doch von denen mal anregen, was Neues erklären, oder was Altes neu erklären. Und wenn Sie’s nicht befreidigt, dann greifen Sie vielleicht doch lieber zum Original😉

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Video-Visitenkarte: Herausforderung 30 Sekunden Video kein Kaufimpuls?

3 Kommentare Add your own

  • 1. Kai  |  7. Mai 2009 um 10:32

    das ist ja eine 1:1 Kopie. Wie kann man nur so dreist sein ?
    Die Kreativität scheint nicht besonders groß zu sein. Aber das wird dann wohl auch in den Videos zum Ausdruck kommen….
    Übrigens: Toller Blog mit vielen guten Infos !

  • 2. videowerber  |  7. Mai 2009 um 10:57

    …tja, die Meinung soll und kann sich jeder selber bilden ;-)) Ansonsten: Danke für’s Lob (freu mich ja auch mal über virtuelles Schulterklopfen).

  • 3. videowerber  |  8. Mai 2009 um 18:36

    Nun kann man sich die Meinung nicht mehr bilden, der „nachempfundene“ Inhalt wurde gelöscht.

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