Wie wird man eigentlich „Videoproducer“?

2. Februar 2009 at 21:20 Hinterlasse einen Kommentar

Viele Wege führen noch Rom – ein schneller Weg zum Videoproducer führt über die „Producer-Academy“.

Wie sichert man die Qualität bei dezentralen Services? Was bei McDonalds, Fielmann oder Tchibo noch relativ einfach wirkt (obwohl auch dort schon eine Menge Standardisierung und Taining dazugehört), wird spätestens dann zum mittelschweren Unterfangen, wenn Individuen die wesentlichen Leistungsträger sind. Beispiel Datev: Das Rechenzentrum ist für das Gros der deutschen Steuerberater gleich – die tatsächlich gebotene Leistung jedoch höchst unterschiedlich (da wir mit unserer Kanzlei extrem zufrieden sind, setz ich doch gleich mal einen Link zu Consulere).

Doch bei dezentralen Videoproduktionen, in denen ein Mensch als Allrounder filmt, den Ton aussteuert, das Interview und die Portraitierten durch den Beitrag führt, vielleicht auch noch Licht setzt und den Beitrag am Ende schneidet? Da ist Subjektivität im Spiel, und da spielt Persönlichkeit eine große Rolle. Beides ist gut – wenn es auf solidem Know-how aufbaut und im Rahmen verabredeter Spielregeln (= verbindlicher Produktdefinitionen) erfolgt.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Videoproducer bei SightseekerMedien von Anfang an intensiv und zunächst individuell geschult. Getreu dem Motto „Radfahren lernt man auf dem Fahrrad“ haben wir massiv darauf gesetzt, praktisch und ergebnisorientiert zu arbeiten, selbst wenn bei so manchem die ersten Ergebnisse noch nicht überzeugen konnten. Und da es uns zudem darauf ankam, lieber ein Dutzend qualifizierter als ein paar Hundert Producer mit eher zufälligem Kenntnisstand zu betreuen, setzten wir auf individuelles Coaching, das der erfahrene Kameramann Michael Baum Vollzeit betrieb.

Doch mit kontinuierlichem Wachsen unseres Netzwerks war die ausschließlich individuelle Betreuung irgendwann nicht mehr möglich. Hinzu kam der Wille, die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche und Fertigkeiten eines Videoproducers auch mit entsprechenden Experten auszubilden – schließlich sind Disziplinen wie Licht, Ton, Interview oder Schnitt recht vielfältig.

Seit Sommer 2008 wurden zunächst monatlich einwöchige (Grund-)Kurse abgehalten. Im Spätherbst wurde das System zusehends modularisiert, neben die Basisschulung traten ein- bis dreitägige Kurse zu Themen wie Licht, Schnitt, Ton oder zur Schulung auf spezielle Formate.

Nun haben wir das Programm neu gegliedert und in eine eigene Einheit ausgegliedert: die Producer-Academy. Sie hat das Ziel, sich zu einer von SightseekerMedien durchaus unabhängigen Ausbildungsstätte zu entwickeln, die Ein- und Umsteiger in Sachen Videoproducer qualifiziert und entwickelt. Im Mittelpunkt steht der bild- und imageorientierte Beitrag, nicht so sehr die journalistische Recherche und Aufbereitung. Videomarketing statt Videojournalismus – dahin zielt die Producer-Academy ab.

Das Referententeam um Michael Baum wurde um Helmuth Frauendorfer, Henrik Fehse, Ingo Feuker und René Gebhart erweitert, die Anzahl der Kurse auf zunächst vier bis fünf pro Monat erweitert. Je nach Thema sind drei bis acht Teilnehmer pro Kurs sind geplant, alle Teilnehmer werden – sofern sie selbst nicht darüber verfügen – für den Kurs mit professionellem Equipment ausgestattet. Weitere Themen sind bereits in Vorbereitung.

Der Markt für Videomarketing wächst rasant. Noch fehlen Standards – wir hoffen, mit der Producer-Academy einen langfristigen Beitrag zur Qualifizierung in diesem Markt zu leisten.

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