Wie der Onkel Doktor Vertrauen und Patienten gewinnt

27. November 2008 at 14:13 2 Kommentare

Fallbeispiele: Online-Videomarketing in Arztpraxen

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Zum Arzt gehen ist meist mit Unsicherheit behaftet. Denn man geht ja in der Regel nicht, um sich bei blendender Allgemeinverfassung beste Gesundheit bescheinigen zu lassen, sondern aufgrund von Symptomen oder Befürchtungen. Der Kontakt zum Arzt ist auch körperlich eng – Berührungen, Befragungen, Untersuchungen: diesen Grad von Intimität möchte man nicht bei jedem zulassen.

Umso wichtiger, dass Ärzte und Zahnärzte sich schon vor dem konkreten Kontakt zum künftigen Patienten als vertrauenswürdig und soverän präsentieren. Viele tun dies mit einer ansprechenden Website, nur wenige nutzen auf ihr ein Praxisvideo, das dem künftigen Patienten den Arzt und sein Team in Wort und Bewegtbild präsentiert. Hier ein Beispiel, wie so ein Praxisvideo aussieht.

Gerade auf Patienten mit erhöhtem Betreuungsbedarf – Kinder, Angstpatienten oder chronisch Erkrankte – gehen Ärzte mit einem solchen Video schon vor dem ersten Besuch ein. Als Patient kann ich mich besser auf den unbekannten Menschen, der mich behandeln soll, einstellen, kann schon vor dem Besuch ein Gefühl zum behandelnden Arzt aufbauen.

Doch geht es nicht nur um den medialen Aufbau einer Arzt/Patientenbeziehung. Zum einen können konkrete Behandlungsformen so dargestellt werden, dass sie dem Patienten vorher vermitteln, was mit ihm passiert und in welchen Schritten die Behandlung erfolgt. Ein Video dazu hatte ich bereits in einem früheren Blogeintrag zum Thema eingestellt. Ich würde mir wünschen, das mehr Ärzte einen solchen Weg gehen und Behandlungen oder vorbeugende Tipps zu Themen wie Karies, Ernährung oder Bewegung per Video ins Netz stellen.

Zurück zu den „reinen“ Praxisvideos, Bei ihnen kann es aber auch um Sachinformationen gehen, z.B. Spezialleistungen der Praxis, medizinische Sonderausrüstung wie MRT, Röntgen, Laser etc. oder besondere Behandlungsmethoden und Therapien – all dies lässt sich im Video verständlicher und einfühlsamer vermitteln, als nur im geschriebenen Text auf einer Website. Auch dazu ein gutes Beispiel einer anspruchsvollen radiologischen Praxis.

Praxisvideos lassen sich auch in regelmäßigen Abständen für die saisonale Patientenansprache drehen, etwa um auf wichtige Vorsorgebehandlungen wie etwa Schutzimpfungen aufmerksam zu machen oder zeitnah über Neuerungen einer Praxis zu informieren. So baut der Arzt mit dem Medium Video einen regelmäßigen Patientendialog auf, der für den Arzt relativen geringen Zeit- und Kostenaufwand, für den Patienten jedoch viel Betreuungsmehrwert bedeutet. Und – auch das sei offen angesprochen – Videos können in Zeiten schrumpfender Budgets ideal das Angebot individueller Gesundheitsleistungen vorstellen und somit die Wirtschaftlichkeit ein Arztpraxis erhöhen.

Praxisvideos machen nicht nur auf der Homepage der Praxis Sinn. Es ist auch sinnvoll, sie in Onlineverzeichnissen (von Gesundheitsportalen bis zu GelbeSeiten) oder in lokalen Internetmedien zu nutzen.

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Videocontent: Noch kein Einklang zwischen PR und Medien Sonnige Aussichten für Videomarketing

2 Kommentare Add your own

  • 1. Billigflüge  |  3. März 2009 um 19:06

    Naja… die meisten Menschen werden wohl wie gehabt auf Mundpropaganda Ihre Arzt Entscheidung fällen. Solche Videos sind dennoch sinnvoll für Menschen, die entweder neu zugezogen oder ängstlich sind. Tja, so kann man sehen wie die digitale Revolution Einzug in alle Bereiche des Lebens erhält. Schön das es auch mal den gesundheitlichem Gedanken dient. Auch wenn aus ärztlicher Sicht wahrscheinlich auch finanzielle Interessen dahinter stehen!

  • 2. videowerber  |  3. März 2009 um 20:11

    Ein Interesse zu haben, ist ja nicht per se schlecht – und selbstverständlich dient Eigenmarketing in jeder Form eigenen Interessen. Aber wenn es zudem einen Mehrwert für den Nutzer bringt, dann ist da gewiss was Gutes dran. Und da sehe ich neben Vorteilen für Zugezogene oder Ängstliche auch diejenigen, die erstmals nach bisher nicht benötigten Fachärzten suchen, Menschen, die mal außerhalb ihres „Dunstkreises“ nach einer zweiten Meinung suchen und manchmal vielleicht auch einen begeisterten Patienten, der seine Mundpropaganda für seinen Lieblingsarzt mit ein paar Eindrücken aus erster Hand unterfüttern will ;-))

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