Videomarketing in Zeiten der Krise

12. Oktober 2008 at 12:00 Hinterlasse einen Kommentar

Welchen Stellenwert kann Videomarkting einnehmen, wenn die Wirtschaft unter Druck gerät?

Budgets werden eingefroren, Kampagnen gestoppt, die Planungen für 2009 reduziert – turbulente Börsen und restriktiven Banken fordern ihren Tribut. Werbetreibende aller Größenordnungen überprüfen ihre Ausgaben, viele verordnen vorsorglich strikten Sparkurs. Wie stark ist, wie starke sollte Videomarketing davon betroffen sein?

Betrachten wir zunächst die Videowerbung, die kurzen Clips, die vor, nach und teilweise auch als Overlay über Videos patziert werden, die sich Nutzer im Web ansehen. Hier haben die deutschen Mediaagenturen bisher nur sehr vereinzelt vom spezifischen Potential dieses Mediums profitiert, durch gezielte Belegung und Definition klarer Werbeumfelder sehr spitz (und damit effektiv) Zielgruppen anzusprechen. Meines Erachtens haben gerade in schwierigen Zeiten Betreiber von hochwertigen (weil redaktionell geprägten) Onlinevideoportalen wie spiegel.de, stern.de, brigitte.de oder auch bild.de, die Chance, Werbetreibenden die im Vergleich zu anderen Werträgern günstigen Leistungen und Reichweiten zu vermitteln.

Noch positiver sehe ich jedoch Onlinevideomarketing, das über diese Form der Videowerbung hinausgeht. Denn Klein- und Mittelbetriebe, die nun den Werbeeuro zweimal umdrehen, werden schnell erkennen, dass er für einen eigenen Videobeitrag sehr gut angelegt ist:

• Hohe Informationstiefe: Getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ bekommt der Betrachter eine sehr viel höhere, vielschichtigere Informationsdichte als bei den meisten anderen Medien – von der Broschüre bis zum Webautritt. Dass muss keineswegs immer die pure Sachinformation sein (z.B. Gründungsdatum des Unternehmens, Mitarbeiterzahl oder Leistungsdaten). Oft sind es eher subjektive Eindrücke (Sympathie des Auftretenden, Stil der Einrichtung, Frische, Modernität).

• Universelle Verwendbarkeit: Ein Videobeitrag kann sehr vielfältig genutzt werden, deshalb setzen sich auch die Herstellungskosten vielfältig in Wert. Von der Platzierung auf der eigenen Homepage über die Nutzung im Schaufenster oder auf Messen bis zur Integration ins ein PDF-Dokument, das bei allen Akquisitions- und Angebotmails angehängt wird. Aber auch zur klassischen Kundengewinnung kann so ein Video taugen – etwa durch Ausstrahlung im Lokalfernsehen, der Platzierung in den Online-Angeboten der GelbenSeiten und Telfonbuchverlage, auf regionalen Websites und der gegenseitigen Platzierung auf „befreundeten“ Websites.

• Responseorientierung: Ideal ist es, sein Onlinevideo so zu platzieren oder so zu gestalten, dass eine schnelle Reaktion potentieller Kunden (per Email oder Telefon) möglich ist. Denn dann registriert man unmittelbar den Erfolg dieser Maßnahme.

• (Nicht zuletzt:) Kostengünstige Erstellung. Viele GelbeSeiten und Telefonbuchverlage erstellen ihren Kunden ein 30sekündiges Onlinevideo gratis im Rahmen einer Online-Jahresplatzierung in den entsprechenden Onlineverzeichnissen für ca. 600 €. Bei SightseekerMedien ist ein Basisportrait, das vom Kunden universell verwendet werden kann, ab 499 € (plus 95€ Spesen) zu haben. Das belegt: Ein Onlinevideo, dass über Jahre hinweg genutzt werden kann, kostet in etwa soviel wie die einmalige Schaltung einer mittleren Formatanzeige in Tageszeitung oder Zielgruppenzeitschrift.

Wer kühl rechnet und sich überlegt mit den Möglichkeiten des Onlinevideomarketings auseinandersetzt, wird an diesem Medium kaum vorbei kommen. Wer die vorhandenen Beispielen auf das eigene Geschäft überträgt, wird sich vielleicht sogar in schweren Zeiten ein wenig für eine neue (Selbst-)Darstellungsform begeistern.

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Verlage in Bewegung? Onlinevideos – „i-Tüpfelchen“ im Crossmedia-Paket

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