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26. November 2008

Google Universal Search: Video Ergebnisse gewinnen weiter an Bedeutung

Der Linkvendor-Blog analysiert: Schon jedes 150. Google-Suchergebnis ist ein Video

Schon vor ein paar Wochen hat Marcus Tober von Searchmetrics in seinem Linkvendor-Blog eine aktuelle Analyse der Google Blended Search (auch Universal Search genannt), vorgelegt. Für andere Laien wir mich: die Blended Search ist die gemixte Darstellung von Text-, Video-, Bild-, Map-, Shop-, News- und Blogsuchergebnissen.

In seinem lesenswerten Beitrag Steigende Relevanz der Google Blended Search kommt er u.a. zu folgenden Ergebnissen:

• der Anteil der Videos an Google-Suchergebnissen stieg im April auf 0,671% an – damit war etwa jedes 150. Suchergebnis ein Video. Zum Vergleich: etwa jedes 350. Suchergebnis war entweder ein Maps- oder Shoppingergebnis, etwa jedes 475. ein Bild.

• Aus meiner Sicht noch wichtiger: Für jede dritte Suchanfrage wird mindestens ein Video unter den Ergebnissen der ersten 10 Seiten gefunden (bei jeder 16. Anfrage mindestens ein Maps-Ergebnis).

• Und: die Anzahl der Blended Search-Suchergenisse hat sich seit Dezember 2008 auf nunmehr 0,8% annähernd verdoppelt. Das klingt nicht viel, doch bei fast 40% aller von Tober gemessenen Keywords kommt mindestens ein Blended Search Ergebnis vor.

Für mich bestätigen diese Analysen: Je mehr die Universal Search kommt, desto wichtiger ist es für Unternehmen, auch mit eigenem Videomarketing im Web präsent zu sein. Über die Suchergebnisse wird sich schon bald ein Druck aufbauen, auf den so manches Unternehmen hektisch reagieren dürfte.

Wie hatte Tober doch in einen älteren Beitrag zum gleichen Thema aus dem vergangenen Dezember so schön resümiert? “Also baut euch ein schallisoliertes Studio mit ner guten Cam und fangt an Videos zu produzieren.” Wir von SightseekerMedien könnten da auch helfen ;-)

Add comment 28. Juni 2009

Service statt Content

Randnotizen vom heute zu Ende gegangenen Zukunftskongress Forward2Business in Halle

Zwei Tage, und wieder sind alle Kongressteilnehmer zufrieden. Trotz des gestrigen Regentags konnte der normalerweise (so auch heute) open air stattfindende Zukunftskongress “Forward2Business” von Sven Gábor Jánsky wieder seine rund 200 Teilnehmer begeistern – diesmal zum Themenkomplex Störung/Grenzverletzung mit Schlagworten wie Rulebreaker, RuleMaker und RuleTaker.

Aus dem offiziellen Programm möchte ich nur drei Beiträge ansprechen, die meine Mühlen bewässerten. Zum einen die Präsentation Harald Blumenauers, ehemals Mitglied der Geschäftsleitung von Immobilienscout24 und 2007 mit seinem Grenzverletzer-Startup “iMakler” gestartet. Was ist daran so besonders? Immobilienvermarktung zum Festpreis: für die Lowcost-Pauschale von 995,- € nimmt iMakler Immobilien in die Vermarktung auf, inklusive Besichtigung, Bewertung, Immopräsentation und Medienveröffentlichung etc. Transparente Leistung zum festen Preis – das schätzen auch immer mehr Immobilienverkäufer (und vor allem Käufer, die dann provisionsfrei erwerben!).

Ähnlich geht die Quirin Bank vor, auf dem Kongress vertreten von Kathrin Kleinjung (Leiterin Unternehmenskommunikation). Die Bank erbringt ihre Services in der Vermögensverwaltung nicht auf Provisionsbasis – alle erhaltenen Provisionen werden an den Kunden rückerstattet – sondern auf Basis einer Kombination aus Festpreismodell (75 € pro Monat) und Erfolgsbeteiligung. Läuft das Depot des Kunden nicht, gibts keine Erfolgsbeteiligung – andere Banken verdienen an jeder noch so unsinnigen Transaktion, die sie ihren Kunden reindrücken (besonders gern gesehene Kunden sind bei solchen Old-School-Banken die sogenannten “LEOs” – Leicht Erreichbare Opfer…).

Regelmäßige Leser meines Blogs wird meine Begeisterung für diese beiden Modelle nicht wundern, schließlich bieten auch wir Videoproduktion zum günstigen Festpreis an und brechen damit einige Regeln, die bisher in der Bewegtbildproduktion galten.

Das dritte gute Laune Statement brachte Patrick Warnking, Head of Public, Media & Entertainment bei Google Deutschland. Es lautete kurz und knapp: Unternehmen kommen an einer Videostrategie nicht vorbei. Google-Trefferlisten, die nicht mehr nur Text, sondern auch Videofundstellen anzeigten (=universal search), seien nur noch eine Frage der Zeit. Und damit gehört neben dem textorientierten Suchmaschinenmarketing auch das Videomarketing als Pflichtfach in die Unternehmens- und Produktkommunikation. Also: Aufgewacht!!!

Forward2Business ist für mich der wohl kommunikativste Kongress in Deutschland (Kompliment an Sven Gábor Jánsky und seine Mitstreiter!), deshalb möchte ich auch ein Schlaglicht auf die Diskussionen abseits der Panels in kleinen Gruppen werfen. Was ist Content noch wert? Wie müssen Contentanbieter vom Verlag bis zur Nachrichtenagentur, vom Portal bis zum Verzeichnismedium reagieren?

Meine Gesprächspartner waren sich weitgehend einig in einer eher skeptischen Beurteilung des Werts von Contents – vielleicht mit Ausnahme eines “zertifizierten” oder auch “trusted” contents. Aber längst sind Tweeds, Blogger und Soziale Netze schneller als Nachrichtenagenturen, in der Regel umsonst und nahezu überall verfügbar. Wie sollen dagegen Geschäftsmodelle bestehen, die oft Stunden für die Aufbereitung, und zusätzlich viele Stunden, manchmal Tage, für Druck und Distribution benötigen? Und bei denen nur ein Bruchteil der Gesamtkosten dieses Systems der eigentlichen Informationsgewinnung und -verifizierung dient?

Die einzig allgemein akzeptierte Antwort hieß: Service. Service für Leser/Zielgruppe, aber auch verbesserte, vielleicht ganz neue Services für Inserenten. So manch heilige Kuh wird dabei geschlachtet werden (Tageszeitungen müssen täglich erscheinen, Telefonbücher müssen gedruckt werden, unser Content muss uns gehören – selbst die: Information und Werbung sind grundsätzlich zu trennen). Am Ende stehen vielleicht gattungsübergreifende Medienmarken, die gleichzeitig Text und Bewegtbild, Nachricht und Nachschlagen, Zielgruppenqualifikation und Kundenansprache bieten.

Ein derartiger Umbruch erschient vielen unvermeidlich. Deshalb sollten die Traditionsmedien schnell damit beginnen, das jetzige Geschäft zugunsten eines neuen zu zerstören – sonst werden am Ende sie selbst zerstört.

Add comment 17. Juni 2009

Öffentlichkeitsarbeit mit Video – funktioniert das? Und wie?!?

Anregungen in Sachen Video-PR für Firmen, die (noch) nicht im DAX sind

Für die Großen ist alles ganz einfach. Die sind doch eh dauernd in TV und Web präsent – und ihre größte Sorge ist, dass bei den Bildern aus der Produktion bloß nich die vorletzte Baureihe gezeigt wird…

Gut – ganz so einfach ist es auch für Großunternehmen nicht. Wenngleich durchaus nicht jedes seine Hausaufgaben gemacht hat und das nötige Arsenal an Bewegtbildmaterial vorhält, um den Journalisten in Anstalten, Sendern und Portalen die Arbeit leicht zu machen. Doch unzweifelhaft ist, dass es für große Unternehmen und Marken halt a bisserl einfacher ist, mal auf Sendung zu sein.

Doch der Mittelständler? Wer interessiert sich überhaupt für seine bewegten Bilder? Lohnt es sich, Öffentlichkeitsarbeit durch Bewegtbildangebote zu unterstützen?

Wenn Sie nicht gleich auf den Aufmacher der Tagesthemen hoffen, dann durchaus. Gerade mittelständische Unternehmen und ihre Produkt- und Serviceangebote haben viel umfassendere Optionen mit Video-PR, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Allerdings sollten sich die Verantwortlichen vorher klar machen, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht Verbreitung von Werbespots ist, sondern die Schaffung von Präsenz für die eigenen Themen sowie im günstigen Falle die Herstellung eines positiven Bezugs zu ihrem Unternehmen und seinen Angeboten.

Doch so verstanden sind in Sachen Bewegtbild-PR (fast) alle Schleusen offen. Denn sehr viele Themen sind zwar in Texten – ob online oder offline – Tausende Mal durchgekaut. Aber Bewegtbildangebote, zumal jederzeit zugängliche, gibt es oft nicht.

Da jedes Produkt und jeder Service einen Nutzen oder ein Versprechen hat, lässt sich dieser in Bildsprache übersetzen und mehr oder weniger pointiert darstellen. Von “Wie lackiere ich meine Fingernägel?” über “Die Quelle für Designinspiration” bis “Vorsorgen ist besser als bohren” – viele Themen lassen sich als Ratgeber, als Fallstudie oder Erfahrungsbericht hervorragend in einem kurzen Video darstellen. Wenn man der Versuchung widersteht, das eigene Unternehmen oder das genutzte Produkt in diesem Video 47mal in 74 Sekunden zu nennen und über den grünen Klee zu loben, dann hat man ein schönes Medium, das nun eine eigene “Öffentlichkeitskarriere” beginnen kann.

Auf der Hand liegt natürlich die Einspeisung in die großen Videoportale. Wenn Ihr Beitrag tatsächlich nützlich und anregend ist, wird hier – entsprechende Betitelung, Teasertext und Verschlagwortung vorausgesetzt – von ganz alleine eine interessierte Öffentlichkeit entstehen.

Doch das ist bestenfalls das kleine Einmaleins. Schließlich geht es vor allem um ein Andocken an “interessierte Öffentlichkeiten” – d.h. an die Medien, die sie konsumieren.

Bleiben wir zunächst im Internet. Gerade Fachportale, Newsfeeds und insbesondere Blogs bieten ein attraktives Umfeld für Ihr Bewegtbildangebot – und oft auch eines, das an Video interessiert ist. Denn Videos sind “Hingucker”, erhöhen die Verweildauer und bieten besonderen Nutzwert – das hat sich auch unter Fachverlegern und Bloggern herumgesprochen. Häufig jedoch scheuen sie die Investition in ein gutes Video – und da kann Ihr Beitrag aus der Patsche helfen.

Und dies gilt sinngemäß auch für lokale TV-Sender und Spartenkanäle. Viele von ihnen sind recht zugänglich, wenn es darum geht, halbwegs ins Programmkonzept passendes Material auszustrahlen.

Apropos Material: Muss es denn immer gleich ein ganzer Beitrag sein? Würde Ihnen nicht hier und da eine Schlüsselsequenz oder eine ausgewählte Szene auch in Ihr Kommunikationskonzept passen? Dann bieten sie diese doch an. Einziger Nachteil: Oft werden Bewegtbildproduktionen nicht von den Medien durchgeführt, auf denen sie gesendet werden. D.h. es ist nicht so leicht, Ihr Quellmaterial so zu platzieren, dass es von den “Beitragsmachern” auch genutzt werden kann.

Drum machen Sie ruhig auf Ihrer Website in Ihrer Presserubrik sowie in Pressemitteilungen darauf aufmerksam, dass Sie auch über Video-Rohmaterial zum Unternehmen, Produkten und Prozessen verfügen. So ist die Chance hoch, dass “interessierte Kreise” auch darauf zugreifen ;-)

Add comment 5. Juni 2009

Videomarketing macht Immobilien mobil

In den USA etabliert, hierzulande in den Startlöchern: Immobilienmarketing mit Video

In kaum einer Branche wird der Wandel von einer traditionellen Vertriebs- zu einer innovativen Marketingstruktur so deutlich wie in der Immobilienwirtschaft. Klar – die “Deals” werden nach wie vor von Menschen gemacht, und ebenfalls klar: die Spielregeln zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien differieren durchaus.

Aber in den USA werden bereits 80% der Erstkäufer von Immobilien auf ihr neues Objekt (und den dazugehörigen Makler) über das Internet aufmerksam – so zumindest Diane M. Ramirez von Halstead Property in ihrer Firmenpräsentation auf Halstead ProperTV). So nimmt es nicht wunder, dass der Kampf um die beste Präsentation im Internet voll entbrannt ist – und das Medium Video dabei in vorderster Front etabliert wird.

Videopräsentationen von Immobilien erhöhen die Wertzuweisung einer Immobilie um ca. 6%, so ReelSEO. Eine aussagekräftige Statistik über Nutzungsdauer und -intenistät von Onlinevideos für Immobilien habe ich leider noch nicht gefunden – Makler, die damit experimentieren, berichten jedoch von bis zu doppelt so häufigen Aufrufen von Onlineeinträgen mit Videos und deutlich besseren Umschlagszeiten von mit Videos portraitierten Immobilien.

Auch wir bei SightseekerMedien haben uns der Thema zugewandt und Argumente und Pilotproduktionen auf einer Seite zusammengefasst. Deutlich wurde uns, dass die Aufbereitung hochwertiger Immobilien mit dem Medium Video nicht im Vorübergehen zu machen ist – um Räume und Gebäude gut zu erzählen, bedarf es doch technischer Hilfsmittel, die über die Standardaustattung eines Videoproducers hinausgeht.

In den USA bieten mittlerweile gut ein halbes Dutzend überregional tätiger Videodienstleister ihre Dienste an – herausragend dabei WellcomeMat (Produktion in Kooperation mit Turnhere) und Agentcasts. Vorherrschendes Format ist eine Objekt- und Videomoderation durch den betreuenden Makler sowie ein mehr oder minder detaillierter Rundgang durch das protraitierte Anwesen.

Die Innovatoren unter den Maklern denken aber längst einen Schritt weiter. Sie begreifen das Medium Video als zentrale Vermittlungs- und Kommunikationsinstanz in ihrem Geschäft. So präsentiert Halstead in seinem Halstead ProperTV nicht allein die angebotenen Objekte, sondern auch Entwicklungsprojekte, Stadtviertel oder die Makler in den Fillialen vor Ort. Aus dem Hilfsmedium Video wird ein veritabler IPTV-Kanal rund um Leistungen und Produkte des Maklers – ein Programm, dass für einen Stadtneuling oder Umzugswilligen durchaus interessant ist.

Die Radikalen jedoch setzen sogar TV-Formate wie Big Brother aufs Immobilienmarketing um. So hat der Kandier Kye Grace 72 in einem Appartment gelebt, sich dabei live streamen lassen, Fragen zum Objekt online beantwortet und sich die ganze Veranstaltun auch noch sponsern lassen. Ein Interview dazu (leider in beklagenswerter Qualität):

Wie man sieht: Im Onlinevideomarketing für Immobilien gibt es derzeit mehr Phantasie als in ihrer Wertentwicklung…

1 comment 30. Mai 2009

Videowerbung, Videomarketing & Co: der erste Blog-Birthday ;-)

Dieser Blog hat heute seinen ersten Geburtstag. Und ich stelle mir die Frage: Hat unsere Branche schon das Laufen gelernt?

Einen Blog zu starten, ist wie eine Reise ins Blaue. In diesem Fall mit einem gewichtigen Unterschied zur geografischen Reise: Auch die Landkarte definiert sich täglich neu.

Im Schnitt alle vier bis fünf Tage habe ich im vergangenen Jahr Fundstellen aufgelesen, Trends kommentiert und praktische Hilfen zum Dreh vor Ort gegeben. Dabei heraus kamen 80 Beiträge in 7 Kategorien und bis heute knapp 8000 Aufrufe. Dank an all diejenigen, die den Blog verfolgen: Es motiviert, zu sehen wie die Abrufkurven kontinuierlich steigen!

Aber reden wir noch über das gleiche wie vor einem Jahr? Im Prinzip ja, doch in vielen Details nein. In Ermangelung eines besseren Begriffs kreisten zunächst viele Posts um den Begriff Videowerbung – auch für Produktionen, die weniger Werbeclip als vielmehr Image waren. Erst im Laufe des Jahres gewann der Begriff Videomarketing an Bedeutung. Er beschreibt diese Produktionen viel besser und wird, zumindest in der Fachöffentlichkeit, zunehmend genutzt. Die meisten Kunden können damit leider noch nicht viel anfangen – aber das wird schon noch kommen :-)

A propos Kunden: Schwindelerregene Zuwachsraten prognostizierten die Internetauguren für dieses Segment. Angekommen, zumindest in Deutschland, ist diese Welle jedoch noch nicht. Wirtschaftskrise? Gewiss. Aber auch ein weiteres Beispiel dafür, dass Übergangsprozesse ihre Zeit brauchen. Emails sind dem Fax in vielerlei Hinsicht überlegen – und doch brauchte der Übergang vom einen zum anderen Zeit, und es wird noch viele Jahre Faxe geben.

Print- und Videomarketing haben eine vergleichbare Dualität: Video kann so viel bieten, was in Wort und (Stand-)Bild nicht auszudrücken ist. Es ist in vielerlei Hinsicht ein absolut überlegenes Medium. Ich wiederhole gern: Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Doch vorherrschend ist heute die Schrift – und das wird sie auch auf Jahre hinaus bleiben.

Gleichwohl waren Kommunikationsinnovatoren schon immer besonders erfolgreich. Und davon werden auch die Firmen profitieren, die jetzt – in einem frühen Marktstadium – auf Videowerbung und Videomarketing im Internet setzen. Denn sie bieten ja heute schon an, was die Kunden morgen wie selbstverständlich erwarten. Ein Onlineshop ohne Bewegtbild? Unattraktiv. Eine Website ohne Videoportrait? Altbacken und unpersönlich. Eine Stellenausschreibung ohne Unternehmensfilm? Verschnarchter Arbeitgeber…

Bis dahin werden wir, Dienstleister im Bereich Videomarketing wie SightseekerMedien, noch eine Menge Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn noch steckt die Branche in den Kinderschuhen. Für große Sprünge reichts noch nicht – doch das ist nur eine Frage der Zeit.

Add comment 17. Mai 2009

Video kein Kaufimpuls?

Eine Studie von ebay Advertising stiftet Verwirrung – ist Video kein Kaufimpuls im Internet?

Manchmal würd man so gern die Quellen studieren – diesmal hab ich sie nicht ausfindig machen können. Das Portal der Internetworld zitiert eine Studie von ebay advertising.

Für diese Studie wurden 1500 Online-Besteller in Deutschland, England und Frankreich befragt – unter anderem nach den Impulsen für ihre Interneteinkäufe. So heißt es im Beitrag der Internetworld: “Nur neun Prozent der Deutschen Onlineshopper kauften innerhalb des letzten halben Jahres aufgrund einer Bewegtbild-Anzeige einen Artikel.” Dagegen wären 26 Prozent der Kaufentscheidungen auf “Anzeigen in den Ergebnislisten von Suchmaschinen und auf E-Commerce-Seiten in speziell gesuchten Kategorien” zurückzuführen.

HALLO?!? IST JEMAND ZU HAUSE?!? Wie oft werden Videoanzeigen auf Internetseiten überhaupt angezeigt? Vergleichen Sie doch mal – rein subjektiv – die Menge von Videoanzeigen im Internet und die Menge von “Anzeigen in den Ergebnislisten von Suchmaschinen und auf E-Commerce-Seiten”. Und dann vergleichen Sie ganz einfach die Zahlen 26 und 9 Prozent. Finden Sie, diese Relation verdient das Wörtchen “nur”?!?

Ich zumindest finde: Ein besseres Argument für Videoanzeigen kann es kaum geben.

Add comment 8. Mai 2009

Das Los des Trendsetters: kopiert zu werden

Als Geschäftsführer von SightseekerMedien frage ich mich: Soll ich mich über Nachahmer und Kopisten freuen oder ärgern?

Ich erinnere mich gut an die langen Nächte vor rund einem Jahr, als wir bei SightseekerMedien fast rund um die Uhr durchs Web surften. Wir wollten herausfinden, wie sich andere Videoproduktionen präsentierten, wollten Wege finden, möglichst konkret, nachvollziehbar und transparent aufzutreten. Wir wollten eine Unternehmenswebsite veröffentlichen, die unseren Kunden nützt und auf diesem Wege Vertrauen schafft.

Wir fanden heraus, dass es (zumindest im deutschsprachigen Raum) kaum einen Anbieter gab, der Produkte zu Festpreisen anbot. Wir merkten, dass kaum ein Anbieter überhaupt in “Produkten” dachte. Und wir hatten den Eindruck, dass viele lieber in mehr oder minder nebulösen Versprechen schwelgten, statt konkret zu sagen, was sie für Budget “x” leisten wollten.

Heute gibt es mindestens ein Dutzend von Film- und Videoproduktionen, die Festpreisangebote, transparente Leistungsbeschreibungen und klare Produktdefinitionen in den Mittelpunkt ihrer Webpräsenzen gestellt haben. Das finden wir gut, denn so kann der Kunde vergleichen. Und wird vielleicht merken, dass der eine zwar billiger, aber nur in einer Region aktiv ist. Der andere verspricht schöne Qualität, deckt aber nur wenige Themenwelten ab. Und der Dritte stellt ein Riesennetzwerk von Produzenten in den Vordergrund – es fehlt aber die Qualitätsdefinition. Alles ist ok – der Kunde soll für seinen Bedarf auswählen und entscheiden. Und wenn dabei andere Anbieter als SightseekerMedien das Rennen machen, ist das ebenfalls ok: Sie haben offensichtlich die Aspekte auf den Punkt gebracht, die den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entsprechen.

Bitter wirds nur, wenn Leistungsversprechen oder Argumentationen quasi per “Cut and Paste” in die jeweilige Website integriert werden. Erinnern Sie sich noch an meinen Blogbeitrag: “Klappe – Sie sind der Star! oder: Wie verhält man sich beim Videodreh?”? Vergleichen Sie ihn doch mal mit “So klappt es beim Videodreh: Zehn hilfreiche Tipps aus der Praxis”. Kennen Sie noch die HörZu-Rubrik “Original und Fälschung”? Dann suchen Sie doch mal bei beiden Beiträgen die Unterschiede!

Wir leben in einer jungen Branche – jedenfalls dann, wenn wir versuchen, kostengünstige Alternativen zur “etablierten” Videoproduktion aufzuzeigen und die Produktion fürs “Web” in den Mittelpunkt zu stellen. Und natürlich hat man da ein Auge auf Wettbewerber und Mitstreiter, auf Akteure und Nachahmer. Auch wir schauen regelmäßig, was beispielsweise die Kollegen von targa.tv, elios.tv, tiva.tv oder von newsonvideo so machen. Wir lassen uns anregen, versuchen zu lernen, uns abzugrenzen, besser zu machen. Fragen uns oft genug: Haben die Kollegen von XXXX jetzt auch die Anfrage über die 800 Autohändler? Was YYYYY wohl für die 200 Catwalk-Filme nehmen würde? Ob ZZZZZZ wohl jetzt auch im Healthcare-Bereich unterwegs ist – wenn ja: mit welchen Produkt und Leistungsversprechen?

All das ist normal. Alle vorgenannten Player stehen teils auf eigenen, teils auf gemeinsamen Spielplätzen. Und alle arbeiten gemeinsam an einem Markt, den sie – nicht einmal gemeinsam – werden abdecken können.

Aber wie war das nun mit den Kopisten – was tun die für den Markt? Entscheiden Sie selbst. Lassen Sie sich doch von denen mal anregen, was Neues erklären, oder was Altes neu erklären. Und wenn Sie’s nicht befreidigt, dann greifen Sie vielleicht doch lieber zum Original ;-)

3 comments 6. Mai 2009

Video-Visitenkarte: Herausforderung 30 Sekunden

Wieviel Botschaft kann man in einer 30sekündigen Videovisitenkarte unterbringen? SightseekerMedien im Selbstversuch

Onlineverzeichnisse wie Wer liefert Was? und GelbeSeiten bieten als Standardformat 30sekündige Videoportraits an. Wir bei SightseekerMedien nennen diese “Video-Visitenkarten”. Im Rahmen der von den Verlagen angebotenen Standardprodukte gibt es fest definierte EInstellungen, eine passende Musikbibliothek sowie eine erprobte Dramaturgie.

Wer ein etwas individuelleres Produkt wünscht, gibt eine eigene Video-Vistenkarte in Auftrag und kann diese bei den Verzeichnismedien im Rahmen der jeweiligen Veröffentlichungspakete hochladen. Die Herausforderung: Wie bringe ich auf 30 Sekunden die wichtigsten Infos zum Unternehmen ‘rüber? Was zeichnet uns aus, was ist unsere Leistung, für wen arbeiten wir? Dabei sollte das Zeitlimit unbedingt eingehalten werden – es gibt durchaus Verlage, die Beiträge von mehr als 30 Sekunden Dauer nicht akzeptieren.

Wir haben jetzt den Selbstversuch gewagt und in eigener Dramaturgie eine solche Visitenkarte für SightseekerMedien produziert. Dabei haben wir bewusst kein Equipment eingesetzt, dass nicht auch bei der Produktion “normaler” Video-Visitenkarten zum Einsatz käme (Bluescreen o.ä.). Musik, Schnitt und Motivwahl sind jedoch individuell – schauen Sie mal rein!

Add comment 29. April 2009

Videodreh: Gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Neue Tipps, wie Sie sich auf einen Videodreh für Wer liefertWas?, Telefonbücher oder GelbeSeiten vorbereiten

videodrehs

Schon vor gut einem halben Jahr hatte ich zehn Tipps gegeben, wie Sie sich persönlich auf einen Dreh für eine Videovisitenkarte vorbereiten. Da jedoch auch große Stars am besten in einem perfekten Umfeld zur Geltung kommen, hier nun ergänzende Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und die ausgewählten Drehorte auf den Dreh vorbereiten.

1. Auch Orte können freundlich sein.
Ein aufgeräumtes Ambiente, angenehme Dekoration, vielleicht ein paar frische Blumen oder eine Obstschale – manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns an einem Ort angenehme Atmosphäre vermitteln. Versuchen Sie Ihr Unternehmen mit den Augen eines Erstbesuchers zu sehen. Überzeugen Sie Ihren Lehrling, dass der Bildschirmschoner kein Zombiemotiv sein muss, und Ihren Gesellen, dass das Pinup-Motiv in der Werkstatt vielleicht Teile der Kundschaft abschrecken könnte.

2. Vermeiden Sie menschenleere Drehorte
Ein Gastraum ohne Gäste, ein Showroom, in dem sich niemand etwas ansieht, ein Wartezimmer, in dem gar niemand wartet – solchen Szenen vermitteln nicht den Eindruck, Sie seien gut im Geschäft und bei Ihren Kunden beliebt. “Organisieren” Sie sich für den Dreh Kundschaft oder Patienten – oder Menschen, die es sein könnten: Mitarbeiter, Freunde, Verwandte. Bitte bedenken Sie, dass jeder, der am Ende im Film auftaucht dazu (schriftlich) zugestimmt haben sollte.

3. Es geht nicht um Schauspiel, sondern um lebendigen Alltag
Weder Sie noch ein Mitarbeiter oder ein Kunde sollte im Film irgendetwas tun, dass nicht “völlig normal” ist. Ein Vertriebsmitarbeiter oder Inhaber berät, ein Sachbearbeiter telefoniert, sitzt am Computer oder sortiert, Facharbeiter bedienen Maschinen, Teams besprechen sich oder mit Kunden, ein Kunde stellt Fragen, probiert aus oder hört zu. Machen Sie dies und nur dies – alles andere wirkt leicht gestelzt und wenig authentisch.

4. Arbeiten Sie das typische Ihres Berufs und Unternehmens heraus
Ein Handwerker sägt, schweißt oder näht. Ein Doktor untersucht, befragt und behandelt. Ein Architekt plant, koordiniert und berät. Wo immer möglich, sollten Sie typische Aspekte Ihrer Tätigkeit und Ihres Unternehmens ins Bild setzten – das ist das, was Kunden erwarten, deshalb flöst es Vertrauen ein. Und wenn Sie innerhalb des Typischen noch besondere Akzente setzen können – um so besser. Wenn z.B. das Beratungszimmer des Anwalts eine besondere Atmosphäre vermittelt oder beim Arzt besondere Behandlungsmethoden (Naturheilkunde, individuelle Gesundheitsleistungen) angeboten werden, sollte dies nach Möglichkeit nircht nur genannt sondern auch gezeigt werden.

5. Halten Sie Berufs- und Sicherheitsstandards ein
In vielen Fällen haben Berufsgenossenschaften oder Kammern Sicherheitsvorschriften oder Regeln in Bezug auf Selbstdarstellung und Eigenmarketing definiert. Bitte sorgen Sie unbedingt dafür, dass diese beim Dreh eingehalten werden – so vermeiden Sie Aufpreise für nachträglichen Mehraufwand und (im Extremfall) Abmahnungen Wettbewerbern, die auf Ihr neues Video ganz neidisch sind und es lieber gestern als morgen aus dem Verkehr ziehen möchte.

Sie werden sehen: Gut vorbereitet zeigt sich Ihr Unternehmen wie von selbst von seinen besten Seiten!

1 comment 26. April 2009

Agieren oder reagieren – warum Handelsmarken das Outlet-Videomarketing nicht verschlafen dürfen

Suchmaschinen und Verzeichnisse erweitern die Angebote für Onlinevideomarketing kontinuierlich – verschlafen Marken mit flächendeckenden Vertriebsnetzen den Trend?

Wer lange genug zählt, wird feststellen, dass in Online-Telefonbüchern, Lieferantensuchmaschinen und Branchenverzeichnissen sowie auf Videoplattformen bundesweit um die 10.000 Unternehmen mit eigenen Videoportraits präsent sind. Das ist bisher eine Marktausschöpfung im Promillebereich – aber ein Volumen, welches sich pro Jahr mehr als verdoppelt. Längst ist vom Autohaus über die Versicherungsagentur bis zum Reisebüro so mancher pfiffige Selbständige oder Fillialist auf das neue Medium aufmerksam geworden und nutzt seine Vorzüge.

Haben Sie was gemerkt? Die Beispiele stammen alle aus Branchen, in denen Hersteller-/Konzernbindung eine große Rolle spielen. Autohäuser sind meist an Marken/Hersteller gebunden, Versicherungsagenturen repräsentieren einen Anbieter und große Reiseveranstalter wollen ebenfalls mit eigener CI in der Fläche präsent sein.

Eigene Corporate Identity, auch bei den Fachhändlern und Repräsentanten in der Fläche – dafür geben VW und Co Milliarden aus. Während einerseits die letzte Schraube im Shop normiert ist und jeder Quadratzentimeter eines Händlerinserats vorgegeben, verschlafen andererseits dieselben Handelsmarken und Fillialisten den Trend zum lokalen Onlinevideomarketing.

Klar – die Hochglanzprodukton für die Marke, das in Szene setzen des neuesten Modells ist ein gesetzter Standard. Doch Video und Film entwickeln sich mit Hochgeschwindigkeit zum “Below-the-line”-Medium, zu einem relevanten Mittel im Marketing für und von den Fillialen vor Ort.

Wie Anfragen bei SightseekerMedien zeigen, denken die ersten flächendeckend vertretenen Marken über einen einheitlichen Videoauftritt ihrer Händler und Outlets nach. Und haben dabei durchaus verstanden, dass es vor allem darum geht, die Individualität und Besonderheit der Filliale herauszustellen und nicht nur für die Marke zu werben – das geht im Fernsehen auch. Man muss raus, raus zu jedem einzelnen Händler, Vertreter, Filliale – nur so zeigt man die Menschen und Betriebe, die engagiert für die Marke arbeiten und deshalb für den Kunden so wichtig sind.

Noch haben es Marken und Konzerne in der Hand, die Onlinevideo-Aktivitäten ihrer Vertriebspartner weitgehend frei von Wildwuchs zu gestalten. Aber was ist, wenn erst 100 Händler einer Marke mit ganz unterschiedlichen Onlinevideos in allen möglichen Verzeichnissen präsent sind? Wie kriegt man die da wieder raus und auf einen einheltlichen Auftritt umgerubelt?

Das Internet hat ein langes Gedächtnis. Deshalb ist gut beraten, wer frühzeitig Trends wie den zum Onlinevideomarketing erkennt und für sich nutzt. Das gilt auch für die “Großen” – (Handels-)Marken und Fillialisten.

Add comment 18. April 2009

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